Glasgow

Glasgow

Dynamische Stadtplanung für Zwei

 

Über den Fluss Clyde kommen Rohstoffe nach Glasgow, dort wird gehandelt und Aufträge werden vergeben. Zwei Kaufleute sollen in einem Raster von vier mal fünf Gebäudeplättchen gemeinsam die Stadt aufbauen. Das Raster entsteht erst, das heisst wenn die ersten Gebäude gelegt werden, ist noch nicht klar, ob sie sich am Ende in der Mitte oder eher am Stadtrand befinden werden.

Die Kaufleute gehen im Kreis den Fluss entlang, nehmen sich Stahl, Steine und Gold und treffen auf Architekten, die je zwei Gebäude im Angebot haben. Der hintere Spieler ist so lang am Zug, bis er den vorderen überholt. Die Konkurrenten wetteifern um die Bauplätze, denn die Lage ist oft entscheidend für den Wert der Gebäude.

Die Rohstoffe der Kaufleute liegen offen aus, aus dieser Richtung ist also keine böse Überraschung zu erwarten, wohl aber, wenn einer das Angebot an Gebäuden plötzlich austauscht.

Um eine Gelegenheit am Schopf zu ergreifen, kann es schon mal nötig sein, einen großen Sprung den Fluss entlang zu machen, auch wenn man damit dem Konkurrenten gute Einnahmen überlässt. Die Kombination der eigenen Gebäude und die Lage in der Stadt machen den Erfolg aus. Von 37 Gebäudeplättchen bauen die Spieler zwanzig, im Spiel tauchen aber mehr auf, je nachdem, wie oft die Plättchen ausgetauscht werden. Hier liegt auch der Glücksfaktor, denn wenn entgegen jeder Wahrscheinlichkeit das ersehnte Gebäude nicht ins Angebot kommt, ist der beste Stadtplaner machtlos. Das Spiel endet sofort, wenn das Raster komplett ist. Darauf haben die Spieler Einfluss, denn man kann mit genug Material auf einem Architektenfeld doppelt bauen. Schnell und günstig oder weniger bauen und dafür hochwertiger, wie es die Situation gerade erfordert, muss der erfolgreiche Stadtplaner Entscheidungen treffen. (ra)

Wir sind die Roboter

Wir sind die Roboter

nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2020

 

Zeit einschätzen und aufmerksam beobachten lernen hier Kinder und Erwachsene, in dem sie abwechselnd die Rolle eines Roboters übernehmen, der eine zu ratende Strecke in Gedanken zurücklegt. Die Mitspieler hören nur das „Beep“ als Startsignal des Roboters und das zweite „Beep“, wenn er sein Ziel erreicht. Auf einer von zwölf Tafeln, die sich alle Spieler anschauen, ist eine Strecke mit verschiedenen Gegenständen abgebildet. Bis zu welchem Gegenstand ist der Roboter gefahren? Das kann kooperativ oder gegeneinander gespielt werden. Von Runde zu Runde sollte das Einschätzen der Mitspieler besser gelingen, wobei es nicht trivial ist, als Roboter selbst immer das gleiche Tempo vorzulegen. Noch mehr Dynamik kommt hinzu, wenn der Roboter auch als Schnecke oder Rakete unterwegs ist, wenn auch mit Ansage. Speziell in größerer Runde ist es einfacher, nur mit mittlerem Roboter-Tempo loszufahren. Für richtiges oder gut angenähertes Ziel-Raten gibt es Holzchips als Belohnung. Ein innovatives Spiel, das andere Fähigkeiten als gewöhnlich fordert und gerade in der kooperativen Variante viel Freude macht, wenn das Team gelernt hat, wer sich eher gemächlich und wer sich flotter fortbewegt. (ra)

Foto Fish

Foto Fish

Nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2020

 

Will man im Aquarium Fische fotografieren, braucht man viel Geduld, bis die ständig umher schwimmenden Fische endlich so gruppiert sind, dass es ein schönes Bild ergibt. Einfacher geht das bei einem Aquarium auf Pappe, auf dem allerdings auch ein Wimmelbild mit vielen verschiedenen farbigen Fischen zu sehen ist. Zwei Würfel bestimmen, ob man einen, zwei oder auch mal gar keinen Fisch fotografieren muss. Dazu schiebt man die Pappkamera als Rahmen über das Aquarium und sucht den richtigen Ausschnitt. Wer das am schnellsten schafft, bekommt die beste Belohnung. Aber auch wer nicht so schnell ist und vielleicht sogar erst als letzter fündig wird, bekommt auch noch was. So geht niemand leer aus, was allen Kindern ein gutes Gefühl vermittelt. Als Belohnung gibt es immer ein Stück von einem langen Fisch. Es gewinnt, wer am Ende den längsten Fisch zusammengesetzt hat. Foto Fish ist ein Spiel, bei dem auch schon die kleinsten konzentriert mitspielen. Für ältere Geschwister oder Eltern kann der Schwierigkeitsgrad durch verschiedene Varianten angepasst werden. (mb)

Sagani

Sagani

Sagani sagt wahrscheinlich kaum einem etwas. Das ist der Name, den der schweizer Arzt und Naturphilosoph Paracelsus in seinem Werk „De Meteoris“ den Naturgeistern gibt. Diese Geister streben nach Harmonie zwischen den Elementen. Sind diese im Gleichgewicht, steigen die Geister aus ihren Gefäßen und zeigen sich in voller Gestalt.

Die Naturgeistplättchen gibt es in vier Farben entsprechend den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Wer am Zug ist, wählt ein Plättchen aus dem offenen Angebot und legt es in seine Auslage. Dabei müssen Plättchen immer benachbart zu vorhanden Plättchen gelegt werden. Ein Rahmen wird dabei nicht vorgegeben, das geschieht eher implizit. Jeder Geist zeigt nämlich mit 1-4 Pfeilen auf andere Geister. Pro Pfeil wird erstmal eine Klangscheibe auf das Plättchen gelegt. Zeigt ein Pfeil in der angegebenen Richtung auf ein Plättchen der gewünschten Farbe, wird er durch eine Klangscheibe abgedeckt. Erst wenn alle Pfeile verdeckt sind, kommen die Scheibe zurück in den Vorrat und das Plättchen wird auf die Punkteseite gedreht. Je mehr Pfeile auf dem Plättchen waren, desto mehr Punkte gibt es, aber es ist auch entsprechend schwerer zu lösen.

Sagani hat gewisse Ähnlichkeiten zu „Nova Luna“ vom gleichen Autor. Auch hier bildet jeder seine eigene Auslage, in der sich die Plättchen aufeinander beziehen. Schon vor dem Nehmen eines Plättchens sieht man, welche Bedingungen zu erfüllen sind, gleichzeitig soll es aber auch vorhandene Aufgaben lösen. Das kann schon mal in Denksport ausarten, zumal auch noch die Gesamtzahl der Klangscheiben begrenzt ist. (mb)

Andor Junior

Andor Junior

Deutscher Kinderspielpreis 2020

 

Wackere, junge Heldinnen und Helden vergnügen sich im idyllischen Andor – oder trügt etwa das Schachtelcover? Tatsächlich stellen sich tückische Gegenspieler den jungen Abenteurern entgegen. Der Drache und seine Verbündeten, die Gors, rücken jede Nacht und manchmal auch am Tag auf die Rietburg vor. Kriegerin, Bogenschützin, Magierin, Zwergin oder deren männliche Pendants müssen ihre unterschiedlichen Stärken ausspielen und verschiedene Aufgaben ohne zu trödeln erfüllen, damit sie den Wettlauf gegen den Drachen gewinnen.

Das Ziel jedes Abenteuers ist es, verloren gegangene Wolfswelpen in der Zwergenmine zu finden. Um soweit vorzudringen, muss sich das Team gut absprechen und auch etwas Würfelglück haben. Auf dem Weg zur Zwergenmine ist ein großes Nebelfeld zu durchqueren. Dort müssen nützliche Dinge gefunden werden, es lauern aber auch Gefahren.

Jeder Held besitzt einen kleinen Vorrat Sonnenscheiben. Bei jedem Zug werden diese verbraucht, und wenn kein Held mehr Scheiben hat, bricht die Nacht an und der Drache schleicht näher. In der Nacht erholen sich aber auch die Helden und alle erhalten ihre Sonnenscheiben zurück. Vier unterschiedlich schwierige Abenteuer mit insgesamt zehn Aufgaben sind vorgegeben. Nur Superhelden mit Würfelglück schaffen alle auf Anhieb. Das Nebelfeld fällt allerdings jedesmal anders aus, so bleibt Abwechslung im Spiel, und die Aufgaben können erfahrene Helden dann später nach Belieben zusammenstellen.

Mindestens für das erste Spiel braucht es einen erwachsenen Begleiter. Das Spiel ist mit guter Erklärung wohl kindgerecht überschaubar, kann aber eine Stunde dauern und Pech beim Würfeln muss auch ertragen werden. Planen und Diskutieren – kann ich den Gor alleine besiegen oder wer eilt mir zu Hilfe – sind der Kern des kooperativen Spiels. Wenn das Team kopflos durch den Nebel stolpert, ist der Sieg des Drachen gewiss. (ra)

Darmstadt spielt 2020 fällt leider aus!

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat der Krisenstab der Stadt Darmstadt in seiner Sitzung am 12.10. die Genehmigung für alle Großveranstaltungen mit mehr als 250 Personen bis einschließlich 22.11.20 widerrufen.

D.h. unser Spielefest muss in diesem Jahr leider ausfallen. Die bereits gebuchten Tickets werden erstattet.

Trotzdem können Sie bei uns Spiele ausleihen: Darmstadt spielt daheim findet vom 27.11.20 bis 9.1.21 im Luisencenter statt.

Speedy Roll

Speedy Roll

Kinderspiel des Jahres 2020

 

Alles dreht sich um den rotbraunen Fusselball, etwas kleiner als ein Tennisball fühlt er sich aber ähnlich an. Mit einem haftenden Igelgesicht ist er die Hauptperson des Spiels. Dieses innovative Spielgerät dient einerseits als eine Art Würfel, andererseits ist es aber durchaus beeinflußbar, also so gar nicht würfelartig. Was macht man nun damit? Auf dem Tisch liegen verschieden Waldteile aus: Blätter, Pilze und Äpfel. Lässt man den Ball nun mit einem leichten Schubs darüber rollen, so sammelt dieser verschiedene Teile ein. Zuviele sollten es allerdings auch nicht sein, ab fünf Teile war alle Mühe umsonst. Die vom Ball gepflückten Teile findet man im Parcour auf dem variablen Spielplan wieder. Dort geben sie an, was man eingesammelt haben muss, um mit einem Igel das nächste Feld betreten zu können. Damit müssen schon die kleinen Kinder schauen, welche Teile sie sammeln müssen, um dann den Igelball geschickt über die entsprechenden Teile rollen zu lassen.

Das Spiel bringt gleich zwei Spielweisen mit: die Wettbewerbsvariante veranstaltet ein Wettrennen unter bis zu vier Igeln. Bei der kooperativen Variante kommt der Fuchs ins Spiel. Der läßt dem Igel etwas Vorsprung, nimmt aber immer den kürzesten Weg. Weitere Varianten bringen Abwechslung in die Art des Ballrollens, dann auch mal mit geschlossenen Augen. (mb)

The King‘s Dilemma

Nominiert zum Kennerspiel 2020

 

König Harald V. herrscht über das Land Ankist, das in zwölf Herzogtümer und Marken unterteilt ist, die von je einer Adelsfamilie regiert werden. Jede Familie schickt ein Mitglied in den königlichen Rat, der eigentlich im Namen des Königs regiert. Die Herzöge stehen einerseits loyal zum König, vertreten aber durchaus auch ihre eignenen Interessen, auch wenn sie mal weniger zum allgemeinen Wohl des Königreichs beitragen. Die Gesellschaft des Königreichs teilt sich im Wesentlichen in fünf soziale Klassen: Die Kaufleute, die Gelehrten, die Armee, das gemeine Volk und die Hohepriesterinnen des Kults.

Über Generationen verfolgen die Spieler in mehreren aufeinanderfolgenden Partien die Geschichte dieses Landes und versuchen, durchaus zum eigenen Zweck Einfluß darauf zu nehmen. Hauptbestandteil des Spiels sind dann auch 75 verschlossene Umschläge mit Karten. Das sind Geschichten- und Ereigniskarten, die den Fortgang der Geschichte erzählen, die meisten Kartenaber sind Dilemmakarten. Darauf wird eine eingetretene Situation geschildert und der Rat wird vor eine Entscheidung gestellt.

Die Mitglieder des Rats, also die Spieler müssen nun darüber beraten und letztendlich darüber abstimmen, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Dabei kann auch schon mal etwas Gold zur Beeinflussung eines anderen Rates den Besitzer wechseln. Jede Entscheidung hat Einfluß auf den Zustand des Königreichs, dargestellt in den Bereichen Einfl uss, Vermögen, Moral, Wohlergehen und Wissen. Geht die Gesamtstabilität ins Extrem kann das zur Abdankung des Königs führen.

Die Entscheidungen haben aber auch in Form von Chronikaufklebern Auswirkungen auf die Folgepartien und das aktuell mächtigste Fürstenhaus. Gelingt es den Spielern, die Geschichte in Form eines Rollenspiels lebendig werden zu lassen, erleben sie das Auf und Ab des Königreichs in ungefähr 15 spannenden Partien eines so noch nie da gewesenen Spiels. (mb)

My City

Nominiert zum Spiel des Jahres 2020

 

Immer wieder dieselbe Stadt zusammen puzzeln? Wird das nicht langweilig? Könnte schon sein, aber nicht bei My City. Denn bei diesem Spiel kommen mit jeder Partie immer wieder neue Regeln und neues Spielmaterialien hinzu. Es beginnt zunächst ganz einfach: Ein Fluss schlängelt sich zwischen Berg- und Waldland durch ein Tal. Dort wird jeder Spieler auf seinem eigenen Spielplan seine Stadt entstehen lassen. Dazu hat jeder einen identischen Satz von drei mal acht Gebäuden, die unterschiedlich geformt sind. Nacheinander werden Karten aufgedeckt, die angeben, welches Gebäude angelegt werden muss. Gebäude müssen immer angrenzend an vorhandene Gebäude gelegt werden, dürfen den Fluß nicht kreuzen und auch Wald und Gebirge sind tabu. Wer nicht mehr anlegen kann, muss aussteigen oder Minuspunkte in Kauf nehmen. Nach 20-30 Minuten sind die Städte fertig und es erfolgt die Punktwertung.

Danach verändert sich das Spiel. Der Ausgang der Partie hat Auswirkungen auf die Folgepartien. Wer verloren hat, bekommt einen kleinen Vorteil, die Sieger werden eher etwas ausgebremst. Kleine Aufkleber werden auf den Spielplan geklebt, verändern die Landschaft und damit die Ausgangslage für die nächste Partie. So entsteht nach und nach für jeden Mitspieler ein individueller Spielplan. Das heißt aber auch, es sollten sich immer diesselben Spieler treffen.

In acht verschlossenen Umschlägen wird die Geschichte der Stadt erzählt, in jeder Partie verändern sich die Regeln leicht oder neue Elemente kommen hinzu. Das macht extrem neugierig, wie geht es weiter? Welche Überraschung steckt im nächsten Umschlag? Das sorgt für immer neuen Spielreiz und die 24 Partien sind vielleicht schneller gespielt, als bei manch anderem Spiel. Danach muss nicht Schluss sein, auf der Rückseite der Spielpläne ist ein Plan für das „ewige Spiel“, das in etwa der Mitte der Kampagne entspricht. Das ist zwar gut gemeint, allerdings erreicht das dann leider doch nicht die Faszination der Kampagne. Die ist aber so gut, dass sich manche danach schon ein zweites Spiel zugelegt haben sollen. (mb)

Darmstadt spielt 2020

— ABGESAGT —

Zum 26. Mal Hessens größtes Familienspielefest am 21.+22. Nov. 2020 im Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium

Das 26. Spielefest „Darmstadt spielt“ soll wieder im darmstadtium stattfinden. Unter den derzeitigen Bedingungen, wird allerdings vieles anders werden. Hauptbestandteil ist auf jeden Fall wie gewohnt die kostenlose Spieleausleihe mit über 1000 Spielen und vielen Neuheiten.  

Zusammen mit dem Kongresszentrum und den Behörden haben wir ein Hygienekonzept erarbeitet, dass eine sichere Veranstaltung ermöglicht, wenn sich alle an die Spielregeln halten.

Reserviert Euch Euren Tisch!

Familien oder Gruppen müssen nach ähnlichen Bedingungen wie beim Restaurantbesuch für 4 Stunden einen Spieletisch reservieren. Insgesamt stehen über 200 Tische für 4-6 Personen zur Verfügung. An beiden Tagen wird es je ein frühes Zeitfenster (Samstag ab 11:30 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr) und ein spätes Zeitfenster (Samstag ab 16:00 Uhr, Sonntab ab 15:30 Uhr) geben. Tickets gibt es Online oder bei den üblichen Vorverkaufsstellen.

Was gibt es sonst noch?

  • Flohmarkt im Foyer
  • eine große Tombola mit vielen Spielen
  • Spieleverlage stellen Ihre Spiele vor: Abacusspiele, biwo Spiele, Heidelbär Games, Iron Games, Skellig Games, Spieltrieb
  • Verkaufsstände
  • natürlich auch wieder das kostenlose Infoheft mit vielen Spielevorstellungen.