Doublehead Kids

Doublehead Kids

Was machen Doppelkopfbegeisterte Eltern, die ihrem Nachwuchs das Spiel beibringen wollen? Aber nicht nur für Kinder ist der Einstieg in das beliebte Kartenspiel nicht einfach. Der Spielpartner ist erst mal unbekannt, es gibt eine ungewöhnliche Trumpffolge, bestimmte Karten wie Fuchs oder Karlchen spielen eine Sonderrolle. Welche Karte zählt wieviele Punkte? Ziemlich viele Informationen, die man ja schon in der ersten Spielrunde beachten sollte.

Familie Trojan ging das Problem auf ihre Weise an und nach dem Vorbild vieler anderer traditioneller Kartenspiele, die in verschiedenen Varianten schon erschienen sind, schufen sie ein Kartenspiel mit einem eigenen Kartenbild. Mit kindgerechten Motiven gibt es z.B. Prinz und Prinzessin, die die Partnerschaft anzeigen. Alle Trümpfe zeigen eine Krone und die Rangfolge lässt sich direkt mit einem Zahlenwert von 20 bis zur 1 runter ablesen. Auch der Punktwert und evtl. Sonderpunkte für den Fuchs sind direkt auf der Spielkarte ablesbar. Damit wird der Einstieg wesentlich erleichtert, man muss nur noch wissen, dass es jede Karte zweimal gibt und wieviele aus jeder Farbe.

Die Regeln stimmen mit den am weitesten verbreiteten Doppelkopfregeln überein. Über Kickstarter wurden schon zwei Auflagen finanziert, inzwischen kann man das Spiel aber auch so bestellen. (mb)

Root

Root

Preisträger innoSPIEL 2020

Root ist ein Spiel über niedliche Tiere im Wald. Nur, dass diese Tiere um die Vor- herrschaft im Wald kämpfen. Die Katzen wollen ihn industriell ausbeuten, die Vö- gel wollen ihre angestammte Herrschaft zurück, eine Allianz plant die Revolution gegen die bestehenden Verhältnisse und der Vagabund versucht, alle gegeneinan- der auszuspielen und als Sieger aus dem Streit hervorzugehen. Das Spiel wurde mit dem Preis „innoSPIEL 2020“ ausge- zeichnet. Aus der Begründung der Jury: „Jeder Spieler verfolgt bei Root ein eige- nes Ziel, hat eigene Spielregeln, nutzt identisches Spielmaterial auf jeweils spe- zielle Weise und interagiert auf unter- schiedliche Art mit den Mitspielern. Diese völlig unterschiedlichen Spielweisen der einzelnen Fraktionen, die dennoch ein harmonisches Ganzes und ein perfektes Spielgefühl ergeben, hat es auf dem Spieltisch noch nie gegeben.“

Paleo

In grauer Vorzeit, als Faustkeile und Speer noch zur Jagd benutzt wurden, gab es viele Herausforderungen, und Gefahren lauerten hinter jeder Ecke. Ein Gang durch die Dornenhecke ging meist glimpflich aus. Wenn aber ein Bär im erwarteten Unterschlupf für die Nacht lauert, ist die ganze Gemeinschaft gefordert.

Zwei bis vier Gruppen unserer Vorfahren sind unterwegs, Mammuts zu jagen, den Stamm mit Nahrung und Schutz zu versorgen. In jeder Mission gibt es Aufgaben, die erledigt werden müssen, damit alle überleben und gewinnen. Gesteuert wird alles über einen Kartenstapel, der zunächst unbekannt, erforscht werden muss, um sich dann für spätere Runden, richtig auszurüsten und die Mission zum Erfolg zu bringen. Anhand der Rückseiten der Karten kann man erkennen, was so auf einen zukommt. Im Gebirge Steine und Felle, im Wald Nahrung und Holz für Zelte und Speere. Zuhause können aus Fellen und Holz Zelte gebaut werden und einiges andere als Ausrüstung. Träume und Ideen sorgen für den Fortschritt des kleinen Stamms. Manche Karte entpuppt sich als Falle, wogegen eine als gefährlich markierte Karte durchaus auch mal von Vorteil sein kann. Schafft es eine Gruppe nicht alleine, muss man zusammenarbeiten, nur so kann man ein mächtiges Mammut erlegen. Gemeinsam muss man die gesamte Aufgabe angehen, schon bei der Auswahl der zu spielenden Karten sollte man sich absprechen, welche Aktionen danach in welcher Reihenfolge ausgeführt werden ebenso. Paleo ist nicht trivial aber mit gutem Gedächtnis und guter Koordination doch zu gewinnen. Für Abwechslung sorgen 10 Module die beliebig kombiniert werden können. Für Liebhaber von kooperativen Spielen ein Muss.(mb)

Darmstadt spielt daheim

27. Nov. 2020 – 9. Jan. 2021
im Luisencenter

Die Corona-Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aufgrund steigender Infektionszahlen wurde die Genehmigung für das Spielefest von der Stadt Darmstadt widerrufen.

Natürlich sollen Sie trotzdem die Möglichkeit bekommen, viele neue Spiele kennenzulernen und diese ausgiebig zu spielen.

Kostenlose Spieleausleihe

Das Luisencenter stellt uns einen Laden im Erdgeschoß Eingang Wilhelminenstrasse zur Verfügung, in dem wir eine kostenlose Spieleausleihe organisieren. Alle Spiele, die bei „Darmstadt spielt“ in der Ausleihe sind, stehen auch dort zur Verfügung: aktuelle Neuheiten, beliebte Spiele der letzten Jahre und moderne Klassiker.

ÖffnungszeitenUhrzeit
Dienstag15 – 18 Uhr
Freitag15 – 18 Uhr
Samstag12 – 16 Uhr

Der Lockdown kommt

Da wir voraussichtlich während des kommenden Lockdown ebenfalls schließen müssen, gilt folgende Regelung: Wer Spiele ab dem 11.12.20 ausgeliehen hat, darf diese bis zum Ende des Lockdown (oder ggf. einer Rückrufaktion) gebührenfrei behalten.

Vorerst letzte Ausleihmöglichkeit:
Dienstag, 15.12.20 von 15 – 20 Uhr verlängert!

Und außerdem:

  • eine Tombola mit vielen Spielen als Gewinne
  • das kostenlose Infoheft Darmstadt spielt
  • Catan #WirBleibenZuHause gegen Spende
  • Catan-Länderszenario Puzzle Rhein-Main 1000 Teile zusammen mit
  • einer großen Tasche für den Spieletransport für € 10,-

BDKJ Fotoaktion

Am Startwochenende 28. + 29. November veranstaltete der BDKJ eine Fotoaktion. Auf den Bildern wird gezeigt, wie daheim gespielt wird. Zur Bildergalerie

Ausleihekatalog online

Ungefähr 1000 Spiele haben wir im Luisencenter in der Ausleihe. Erstmals gibt es darüber auch einen Online-Katalog zum Suchen. Zum Online-Katalog

Regeln und Anmelden…

(mehr …)

BDKJ Kinderspieletest

Auch in diesem Jahr testeten wieder wieder viele Kinder fleißig Spiele in drei Alterskategorien. Da die Preisverleihung ausfallen muss, gibt es dieses Mal ein Video in dem die Siegerspiele vorgestellt werden. Natürlich könnt Ihr die bei Darmstadt spielt daheim im Luisencenter ausleihen.

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Small World of Warcraft

Small World of Warcraft

Der Kampf um die Vorherrschaft auf Azeroth nimmt kein Ende. Für die vielen Völker ist kein Platz auf Azeroth, neue Völker tauchen auf, andere gehen unter. Der ewige Kampf zwischen Allianz und Horden, zwischen Nachtelfen und Goblins, zwischen Zwergen und Orcs geht immer weiter.

Aber auch wer das Computerspiel „World of Warcraft“ nicht kennt, kann hier mitspielen, Kenntnisse sind keine Voraussetzung. Vielmehr handelt es sich um eine Variante des bereits 1999 erschienen Spiels „Vinci“ um Aufstieg und Fall antiker Völker, das aber erst in der Fantasy-Variante „Small World“ ab 2006 wirklich erfolgreich wurde und seitdem zahlreiche Erweiterungen erfuhr.

Die Spieler übernehmen dabei die Geschicke eines der zahlreichen im Spiel vorhandenen Völker. Einziges Ziel ist es, möglichst viele Gebiete zu erobern. Hilfreich sind dabei die zahlreichen Sondereigenschaften der Völker, die zusammen mit den wechselnden Spezialfähigkeiten für viel Abwechslung sorgen. Ein normaler Eroberungszug ist recht einfach, man sucht sich ein meist benachbartes Zielfeld aus, nimmt die zur Eroberung nötige Anzahl Völkerplättchen aus dem eigenen Vorrat und erobert das Zielfeld. Vorhandene Völker sind geschlagen oder ziehen sich zurück. Für jedes am Ende des Zuges besetzte Feld gibt es einen Siegpunkt.

Interessant ist das Untergehen eines Volkes. Hat sich ein Volk soweit ausgebreitet, dass es keine freien Plättchen für Eroberungen mehr hat, läßt man es untergehen. Es wird passiv und man bekommt ein neues Volk. Solange aber noch Plättchen des untergehenden Volkes auf dem Spielplan sind, bekommt man dafür auch Siegpunkte.
Soweit die Grundregeln von Small World. Für Azeroth gibt es nicht nur neue Völker mit ihren spezifischen Eigenschaften, auch die Fraktionen spielen eine Rolle und Artefakte und Legendäre Orte sorgen für besonders attraktive Felder als Ziel der Eroberungen.

Wer noch kein Small World hat, kann hier genauso einsteigen, wie mit jeder anderen Variante. Computerspielfans bekommen ein Strategiespiel, das zumindest thematisch in ihnen bekannten Welten spielt und sie hoffentlich oft gemeinsam an den Spieltisch bringt. (mb)

Kai Piranja

Kai Piranja

Das Spiel ist besonders schnell aufgebaut: Alle Karten werden verdeckt gemischt und dann quasi aus diesem „See“ heraus einzeln aufgenommen. Vier Fischarten gibt es in drei Größen. So lange es passt, kann man Fische ziehen und sie hintereinander zum eigenen Schwarm zusammenlegen. Es passt, wenn der vorige Fisch die gleiche Größe oder die gleiche Art hat wie der neu gezogene. Kann der Fisch nicht angelegt werden, gibt man ihn weiter, bis ihn ein Spieler anlegen kann. Wehe jedoch, ein hungriger Fisch taucht auf! Der vertilgt den ganzen gesammelten Schwarm, bis er auf einen Fisch der eigenen Art trifft. Dieser und alle Fische links von ihm werden verschont. Der gefräßige Fisch wird mit seiner Beute in die Mitte gelegt, von der er auch wieder gewonnen werden kann, wenn ein Spieler drei Fische seiner Art offen gesammelt hat.

Die vier Haie jedoch kennen kein Pardon. Sie fressen die ganze offene Auslage des Spielers. Vorsichtige Angler legen ihren Fischschwarm beiseite, bevor ein hungriger Fisch kommt, aber die Versuchung ist doch sehr groß, zumindest einen oder zwei weitere Fische zu nehmen, wenn es doch bisher so schön geklappt hat! Und sollte der Schwarm doch im Maul eines hungrigen Fisches verschwinden, bleibt immer noch die Hoffnung, mit drei gleichen Fischen einen großen Beutezug an Land zu ziehen. (ra)

Carnival of Monsters

Carnival of Monsters

In sechs verschiedenen Ländern, den Wolkenlanden, Dunkellanden, der Tiefsee, in Höhlen, dem verwunschenen Wald und den Traumlanden gehen die Monsterjäger im Auftrag der Königlichen Monstrologischen Gesellschaft auf die Jagd nach seltenen Monstern. Wer nach vier Jagdsaisons die wertvollste Sammlung an Monstern in seiner Menagerie präsentieren kann, gewinnt die Partie.

In jeder Saison werden von den Spielern acht Karten gespielt. Das geht so, dass man sich eine Karte aus den erhaltenen Karten aussucht und den Rest der Karten an den Nachbarn weitergibt. Da dies alle gleichzeitig machen, dauert eine Partie auch in Vollbesetzung nicht länger.

Ist die gewählte Karte ein Land, kann sie meist einfach ausgelegt werden. Monster dagegen können nur dann ausgespielt werden, wenn der Spieler die von dem Monster geforderte Anzahl an entsprechend passenden Landkarten bereits in der Auslage hat. Daneben gibt es noch Personenkarten für individuelle Aktionen, Ereigniskarten und geheime Zielkarten für Extrapunkte.

Kann oder will man keine Karte ausspielen,  muss man eine Karte gegen Gebühr für später aufheben. Da Geld immer knapp ist, weil Einnahmen nur spärlich fließen, kann das schnell zu mehreren Kleinkrediten führen, die am Ende zu Minuspunkten führen.

Im Prinzip handelt es sich um ein recht einfaches Kartensammelspiel, in dem einige Sonderkarten für Abwechslung sorgen. Da der gesamte Kartenstapel kaum durchgespielt wird, sorgt dies aber für einen recht hohen Glücksanteil, wenn man ein wertvolles Monster gebunkert hat, aber die nötigen Länder partout nicht auftauchen oder vom Nachbarn weggeschnappt werden. Wer also ein besonders reich illustriertes durchaus spannendes Kartenspiel für mehrere Mitspieler sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen. (mb)

New York Zoo

New York Zoo

Die Tiere spielen hier nicht wirklich die Hauptrolle, aber dafür sind sie so schön und zahlreich und aus Holz, dass sie das Thema wunderbar verkörpern. Die Hauptrolle gebührt den Tiergehegen. Sie werden um den Aktionsstreifen herum gelegt und gestapelt, den der gemeinsame Elefant abläuft. Es geht darum, als erster seinen Zoo komplett mit Gehegen und Attraktionen zu belegen. Die Gehege sind recht individuell geformt, so dass es im Verlauf des Spiels schwieriger wird, seinen Zoo ohne lästige Lücken zu gestalten.

Zwei Zugmöglichkeiten hat der aktive Spieler mit dem Elefant: Entweder auf einem Gehegefeld stehenbleiben, das oberste Teil nehmen und mit ein bis zwei Tieren aus dem eigenen Bestand im Zoo einfügen, oder auf einem Tierfeld stoppen und die beiden abgebildeten Tiere in vorhandene Gehege oder in einen freien Platz im Haus setzen. Stattdessen ist auch ein beliebiges Tier möglich. Alle Spieler sind beteiligt, wenn der Elefant ein Vermehrungsfeld überquert. Überall, wo mindestens zwei Tiere im selben Gehege stehen, kommt nun Nachwuchs dazu.

Ist ein Gehege voll, werden die Tiere gegen eine Attraktion ausgetauscht. Großflächige Attraktionen wie die Fahrgeschäfte sind sehr knapp, außerdem haben sie den Vorteil, sich zu Anfang immer gut einpuzzeln zu lassen. Kleine Eisstände gibt es dagegen reichlich, die als Lückenfüller gebraucht werden. Geschickt Gehege auszulegen ist wesentlich, aber es darf probiert werden. Nur wenn die Entscheidung mal gefallen ist, darf man die Gehege nicht mehr verschieben.

Die Ausstattung und die Spielregel dieses Zoo-Spiels lassen keine Wünsche offen, vor allem wegen der 127 Holztiere in fünf Arten möchte man gleich losspielen. Nur der Titel erschließt sich nicht ganz, aber vielleicht haben Pinguine und Erdmännchen einen Bezug zu New York.  (ra)

PACT

PACT

Goblins wirken auf den ersten Blick wenig friedfertig, sind aber durchaus zur Kooperation bereit. Wenn es ihnen am Ende nutzt.

Viele Aufgaben gilt es zu erfüllen, je anspruchsvoller diese werden, desto eher muss auf die Hilfe der Nachbarn gesetzt werden. Eine Aufgabe besteht darin, eine bestimmte Kombination aus den sechs möglichen Goblinarten abzulegen.

Standardzüge sind entweder Goblinkarten auf die Hand zu nehmen oder ein bis drei Goblins in die eigene Auslage abzulegen. Danach darf eine der offenen Aufgaben erfüllt werden. Das kann nur mit Karten der eigenen Auslage geschehen oder auch durch Zugriff auf die Auslage von einem der beiden Nachbarn. Goblinclans fragen dabei nicht um Erlaubnis, teilen sich aber mit dem Nachbarn die Punkte. Dabei ist es egal, ob der Nachbar den Löwenanteil der Karten beisteuert und der aktive Goblinclan vielleicht nur eine. Die Belohnungskarte bekommt nur der aktive Clan. Zwischen je zwei Nachbarn liegt die Pactkarte, auf der die gemeinsamen Punkte, das heisst Aufgabenkarten gestapelt werden.

Im Expertenspiel müssen die Goblinclans noch auf ihre Dynamitvorräte achten und können mit ihrem Meistergoblin dauerhafte Symbole für sich und ihre Nachbarn freischalten, um schwierige Aufgaben eher zu erfüllen. Die Welt der Goblins ist nur scheinbar kooperativ, eigentlich versucht jeder, seine Nachbarn gründlich auszunutzen. Die gelungene Grafik der 144 Karten sorgt für die richtige Goblin-Stimmung. (ra)